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PRESSEARTIKEL


BERGSTEDT
Großer Wikinger-Markt auf dem Siemers´schen Hof
Der MarktAm 17. und 18. Mai ist es wieder soweit. Nach dem großen Erfolg im Vorjahr präsentiert der Verein für Kunst und Kultur im Siemers’schen Hof zum zweiten Mal den Wikingermarkt. Von 11 bis 19 Uhr sind an beiden Tagen des Wochenendes die Nordmänner zu Gast auf dem Hofgelände am Bergstedter Markt 1.
Mit dem Schritt durch das mit Runenschrift verzierte Eingangstor betreten die Besucher ein kleines authentisches Wikingerdorf, mit einem Marktplatz und zahlreichen urig gestalteten Ständen. In der Luft liegen würzige Aromen von Feuer, Stockbrot und Räucherkäse, begleitet vom Donner des Schmiedehammers und dem Krachen der Axt. Denn wilde Schaukämpfe im echten Kettenhemd laden die Gäste ein, sich selber einmal an den traditionellen Wettspielen wie Bogenschießen, Speerwerfen oder Axtwurf zu versuchen. Auch Bogenschießen steht auf dem Programm.
Verschiedene Handwerker in Wikingertrachten führen ihre Kunst vor. Ob schleifen, schnitzen, weben, flechten oder prägen, auch hier können die Besucher selber Hand anlegen, Trinkhörner, Lederbeutel und Glasperlen herstellen und später mit nach Hause nehmen. Für das leibliche Wohl ist mit vortrefflicher Wikingerkost und köstlichem Met sowie vegetarischen Speisen ausreichend gesorgt.
Neben dem Wikingermarkt bietet ein Kunsthandwerkermarkt im Kultursaal auf dem Gelände Schmuck, Dekoration und praktische Dinge für jeden Geldbeutel an.
Der Eintritt beträgt für Erwachsene 3,- Euro, Kinder zahlen 2,- Euro – sind sie noch unter dem Schwertmaß (1,38 Meter), ist der Eintritt für sie frei.
Kunst und Kultur im Siemers’schen Hof, Bergstedter Markt 1, 22395 Hamburg, Tel. (040) 678 00 40.
Meldung vom 21.4.2008
Alt-Uetersen fiel aus dem Rahmen
Vor 25 Jahren wurde das Altstadtfest aus der Taufe gehoben und es macht noch immer SpaßMehrfach ist Uetersen in den vergangenen zehn Tagen aus dem Rahmen gefallen. Mehrfach hat Uetersen, die Rosen- und Hochzeitsstadt, so gezeigt, dass sie weit mehr ist, als eine liebenswerte Kleinstadt im Kreis Pinneberg. Uetersen ist Partyzentrum und das in vielfältiger Hinsicht.
Von Klaus Plath
Uetersen. Mit dem „Klösterlichen Abendspaziergang“ ist die Festwoche aus Anlass des 775. Geburtstages Uetersen gestern Abend zu Ende gegangen. Bei diesem Spaziergang in der Klos-terkirche wurde von den Mitwirkenden manch’ klösterliche Begebenheit aus dem dicken Buch der Ortsgeschichte hervorgeholt und zur Erheiterung der zahlreichen Gäste pointiert vorgetragen. Das Kloster, die Wiege Uetersen, war damit sowohl Ausgangs- als auch Schlusspunkt des von vielen Spannungsbögen getragenenen Festes. Am Wochenende stand die Altstadt im Mittelpunkt des Interesses. Das „Wiegenfest“, vor 25 Jahren „erfunden“, erfreute sich, egal ob Regen oder Sonnenschein vorherrschte, großen Besucherandrangs. Und manche brachten auch gutes Wetter mit. Schließlich sind nach Worten von Bürgermeisterin Andrea Hansen die Uetersener Gäste und nicht mehr die Bürgervorsteherin zukünftig fürs Wetter zuständig. Andrea Hansen war es vorbehalten, Danke zu sagen. So dankte sie dem Arbeitskreis Altstadtfest, den politischen Sonderausschüssen und der Sparkasse Südholstein als Hauptsponsorin.
Renate Paelchen, Mitglied des Arbeitskreises, drückte ihren und den Wunsch aller Mitstreiter aus, dass die Besucher das Klosterareal und die Klos-terkirche neu entdecken mögen.
Im Gotteshaus fanden drei hochkarätige Konzerte statt: Messias Superstar (siehe Seite 3), das Chortreffen am Sonnabend und der Auftritt des Uetersener Gospelchores „Adonai“ am Sonntag.
Entlang des Buttermarktes, der Markt- und der Kirchenstraße gab es so manche Attraktion. Alte Handwerkskunst wurde vorgeführt. In der Handarbeitsstube im Haus Ueterst End, auf dem Kirchplatz und entlang des Klosterhofes gab es ebenfalls viel Historisches zu entdecken. Und wer sich gar bis auf den Burgplatz vorwagte (dort stand 1234 vermutlich die Burg von Heinrich II. von Barmstedte), der befand sich plötzlich inmitten eines Lagers mittelalterlich anmutender Männer und Frauen. Streitaxt, Speer und Schwert kamen dort regelmäßig zum Einsatz. Die Schaukämpfe sorgten für gute Unterhaltung.
Daneben fand ein reges mittelalterliches Markttreiben statt. Zwischen den Scharmützeln bestand somit genug Zeit, sich an den Ständen des Handels und des Handwerkes umzuschauen. Kinderfest, Mitmachzirkus, Oldtimer-Treffen und am Sonnabend die R.SH-Disco: Party-Plätze standen am Wochenende in genügender Anzahl zur Verfügung. Uetersen fiel aus dem Rahmen und viele fielen mit.
Zeitreise mit Sippen und Gesindel
3. Mai 2010 | 00:10 Uhr | von Stephan Hoppe
Passend gewandet trotz Regen.
HEIST. Handwerk und Händler, Gaukler, Bogenbauer, Schwertkämpfe, Vikingerlager und Feuerspucker: All das und noch viel mehr erlebten jetzt mehrere tausend Besucher, die sich - trotz des zeitweise regnerischern Wetters - auf den "Heistmer Hexentanz", ein mittelalterliches Spektakel für Jung und Alt, an den Wiesen rund um den Flugplatz eingelassen hatten. Mehr 30 authentisch nachgebaute Stände aus der Zeit um 1066 ließen ihren Gästen das Gefühl vermitteln, die "Schlacht bei Hastings" stünde erst unmittelbar bevor.
Seit Jahresbeginn bereiteten die Initiatoren, bestehend aus dem Heistmer Flugplatz, dem Tower, seinem Restaurant und den "Varger Harfs" (Wogenwölfen), einem Zusammenschluss mehrerer Freunde des Mittelalters, das emsige Treiben vor. Eine zeitliche Investition, die sich dank der vielen Besucher und ihrer begeisterten Blicke voll auszahlen sollte.
Stoffherstellung und
Specksteinschnitzen
"Wir wollten, dass das Publikum diese Veranstaltung als Erlebnis auffasst, viel sieht und selbst ausprobiert", so Christoph Seffrin, der "im richtigen Leben" als Hofhausmeister des adligen Klosters zu Uetersen fungiert und für den kurzfristig erkrankten Thorsten Puck nun die organisatorischen Geschicke vor Ort leitete.
Ob die Herstellung von Stoffen, das Puppentheater der "Sippe des Drachendruiden", mittelalterliche Musik durch Schalmei, Dudelsack, Fiedel, Flöte und Geige oder das selber Anfertigen von Amuletten und "Drachenzähnen" beim Specksteinschnitzen - es wurde viel geboten zum Anfassen, Mitmachen und Zusehen.
Auch die "Fresserey", mehrere Essenshütten mit deftiger Kost aus Ritters Zeiten in Form von Würstchen, Suppen und selbstgebackenem Brot, durfte sich als Anziehungspunkt verstehen. Dort füllte das hungrige Volk die Mägen oder stillte mit Met und Säften seinen Durst. Filmreif waren die spektakulären Schwertkämpfe der Gruppe "Draco Intermaris", welche ein ums andere Mal die Klingen kreuzen ließ und den Zuschauern ebenso das Fürchten lehrte wie das "Gesindel der Falkenburg".
Dies hielt neben altertümlichen Folter-, Fesselungs- und Hinrichtungswerkzeugen auch Ablassbriefe und andere Utensilien aus dem Bereich der dunkelsten Seiten des Mittelalters bereit. Abgerundet wurde das Spektakel durch Stände mit altertümlicher Handwerkskunst und weiteren Mitmachevents wie dem Speer- und Axtwerfen.
"Es war das erste Mal, dass wir hier am Ort ein mittelalterliches Treiben auf die Beine gestellt haben und wir können uns mit der Resonanz mehr als zufrieden geben. Insofern ist es für uns auch vorstellbar, die Veranstaltung in der Zukunft zu wiederholen", resümierte Seffrin.
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Es waren schon 33799 Besucher hier! |
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